Arbeitskreis trauernde Eltern und Geschwister

in Baden-Württemberg

ATEG-BW Angebote in Winnenden


Den eignen Tod den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der anderen
muss man leben.
Mascha Kaleko

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Im Mai 2009 legten wir von ATEG-BW der Stadt Winnenden ein Angebot für Trauernde im Rahmen der Psychologischen Nachsorge vor.
Bewilligt wurde von der Stadt Winnenden:

- ein Gesprächsangebot für trauernde Eltern ( 1-mal monatlich)
- eine offene Sprechstunde (2-mal im Monat)

Das Gesprächsangebot für trauernde Eltern stellten wir nach 3 Monaten ein, da sich viele Eltern schon selbst in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen hatten.
Mit einzelnen Eltern blieben wir aber weiterhin in Kontakt, begleiteten sie und standen für Fragen zur Verfügung.

Die offene Sprechstunde wurde ab September von nachmittags auf abends verlegt und wurde von da an gut besucht.
Nicht nur akut betroffene Trauernde kamen, sondern auch Lehrer und Eltern bei denen ein schwerer Verlust schon Jahre zurück lag und deren Erinnerungen durch den Amoklauf wieder neu belebt wurden und bisweilen zu massiven Problemen führten.

Insbesondere um den Jahrestag kamen viele Anfragen von Trauernden.

Das offizielle Angebot in Winnenden von ATEG-BW ist nun eingestellt, aber wir stehen weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Trauer der am meisten betroffenen Familien wird noch lange nicht abgeschlossen sein.
Deshalb sind wir im ständigen Austausch mit den verschiedenen anderen Mitarbeitern vor Ort (Schulpsychologen, Experten vom Trauma-Team und Mitarbeitern der Unfallkasse und der Stadt Winnenden), damit die Angebote abgestimmt sind und wir uns gegenseitig mit der Arbeit unterstützen können.
Wir als Regionalstelle der „Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. - VEID“ wurden  vom Bundesverband in unserer Arbeit in Winnenden in jeder Hinsicht unterstützt.

Hanne Shah